Spitzenerfolg für unseren Nationaltrainer des Österr. Wushu-verbandes, Markus Heilmann. Am 25. Mai 02 hatte er die große Ehre in Kuala Lumpur (Malaysien) bei der IOC Generalver-sammlung an der Vorstellung der chinesischen Kampfkunst „Wushu“ (Shaolin Kungfu, Taiji) mitwirken zu dürfen. Markus Heilmann durfte die Disziplin Taiji den Vorstandsmitgliedern des IOC und den Präsidenten der Nationalen Olympischen Komitees präsentieren. Als weitere Mitglieder des Vorführteams waren jeweils der/die beste SportlerIn aus Malaysien, Australien, Belgien, Italien, Russland und 17 Sportler aus ganz China (drei davon aus dem Shaolin Kloster) an diesem Event beteiligt. Wushu ist bereits seit einigen Jahren ein vom IOC anerkannter Weltverband und hat um Aufnahme als Olympische Sommerdisziplin angesucht. Alle Aufnahmebedingungen betreffend Doping, Disziplinen,.. wurden bereits erfüllt und als letzter Schritt wurde Wushu nun dem IOC und ANOC vorgeführt, damit sich die Entscheidungsträger des Komitees eine genaue Vorstellung über diese Kampfkunst machen können. Jacques Rogge, der Präsident des Olympischen Komitees, der gesamte IOC Vorstand und die Nationalen Olympischen Komitee Präsidenten waren von den Darbietungen sehr begeistert und Präsident Jacques Rogge sagte seine vollste Unterstützung bei der Aufnahme von Wushu als olympische Sommerdisziplin zu. Eine schriftliche Entscheidung des IOC wird bis November d. J. vorliegen. Da Wushu der Volkssport Nr. 1 in China und auch in ganz Asien äußerst populär ist, wird eine positive Entscheidung sehr wahrscheinlich. Berücksichtigt man nun auch die Bevölkerungsanzahl von China und Asien und auch die immer stärker wachsende Popularität von Wushu in Europa und Amerika, insbesonders durch die auf der ganzen Welt durchgeführten Vorführungen der Shaolin Mönche, kann es eigentlich nur eine Entscheidung geben. Wushu als Olympische Sommerdisziplin bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking.
Reisebericht von Markus Heilmann:
Am 29. April begann für Markus Heilmann die abenteuerliche Reise mit dem Flug über Paris nach Shanghai. Dort wurde der 6. Wushu World Cup vom 1. – 6. Mai abgehalten und Markus Heilmann konnte sich in der Disziplin „Schwertform“ den 4. Platz und in der Disziplin „Traditonelle Waffenformen“ mit Kette den 1. Rang erkämpfen. 20 Nationen, größtenteils aus Asien, waren hier am Start und die Platzierungen von Markus Heilmann geben Anlass zur Hoffnung auf eine Medaille bei der nächsten Wushu Weltmeisterschaft.
Nach dem Weltcup ging es weiter nach Peking, wo er mit dem Peking-Profi-Wushuteam jeden Tag
2 sehr harte Vorbereitungstrainings zu absolvieren hatte. Am 22. Mai war es endlich soweit und die Sportler, das chinesische Komitee zur Vorbereitung der Olympischen Spiele 2008 und der Vorstand des Wushu Weltverbandes flogen nach Kuala Lumpur wo sie im Nikko Hotel zusammen mit den IOC Mitgliedern untergebracht waren. Nun folgten einige sehr anstrengende Tage, ausgefüllt mit Trainings, Besichtigungen und sehr interessanten Gesprächen. Dann, am 25. Mai war es endlich soweit und das Team nahm Aufstellung vor dem Olympischen Komiteemitgliedern und begann seine Vorführung des Wushu. Die harte Vorbereitungszeit wurde mit einer ausgezeichneten, fehlerlosen Vorführung und mit grossem Applaus der Komitteemitglieder auf das Beste belohnt und Jacques Rogge liess es sich nicht nehmen, allen Sportlern des Vorführteams persönlich für die gelungenen Darbietungen zu gratulieren.
Nach dieser sehr erfolgreichen Vorführung fand der Abend einen äußerst gemütlichen Ausklang bei einem sehr schmackhaften Buffett. Am nächsten Tag ging es dann wieder nach Shanghai wo Markus Heilmann noch eine Woche Taiji trainieren konnte und am 3. Juni flog er wieder zurück in seine Heimat.
Als Präsident des Wushuverbandes Österreich möchte ich Markus Heilmann auf das Allerherzlichste zu seinen Leistungen gratulieren und hoffe auf eine lange und weiterhin so gute und konstruktive Zusammenarbeit wie bisher.